HKN Schweiz - Herausforderungen & Lösungen
Die Umstellung auf die quartalsscharfe Stromkennzeichnung ab 2027 stellt Schweizer Energieversorgungsunternehmen (EVU) vor erhebliche operative und strategische Herausforderungen.
Potenzielle Probleme bei der Umsetzung
Die grösste Hürde ist der Wegfall der zeitlichen Flexibilität. Bisher konnten Sommer-Überschüsse (z. B. aus Photovoltaik) rechnerisch zur Deckung des Winterverbrauchs genutzt werden.
Preise und Verfügbarkeit im Winter: Da die Nachfrage nach erneuerbaren Herkunftsnachweisen (HKN) im Winter hoch, das Angebot (insb. Solar) aber geringer ist, drohen massive Preissteigerungen für Winter-HKN.
Vervielfachung des administrativen Aufwands: Statt einer jährlichen Bilanzierung müssen nun vier separate Quartalsbilanzen erstellt, abgeglichen und entwertet werden. Das erfordert Anpassungen in der IT und Buchhaltung.
Komplexeres Risikomanagement: EVU müssen ihren Bedarf pro Quartal präzise prognostizieren. Fehlprognosen können teure Nachbeschaffungen in einem illiquiden Wintermarkt zur Folge haben.
Verschärfung durch das Stromgesetz: Ab 2028 müssen Standardprodukte zu mindestens zwei Dritteln aus inländischen, erneuerbaren Quellen stammen – und das nun für jedes Quartal einzeln betrachtet.
An diesem Spotlight wollen wir uns damit beschäftigen, mit welchen Prozessen und Werkzeugen, diese Herausforderungen angegangen werden können.
Datum:
Referenten:
8. September 2026
Christoph Meier (Energieberatung Meier)
Moderation:
Johnny Strebel (VAS)
Präsentationen:

